Arbeitskreis Auditive Wahrnehmung

Spiele / Übungen zur Förderung der auditiven Wahrnehmung


Allgemein

* Auch andere machen Fehler
* Selbstvertrauen vermitteln
* Teilnahme an Aktivitäten, in Sportvereinen, Jugendfarm, Jungschar....
* Mut machen!
* Umgang mit der eigenen Wahrnehmungssituation
* Ergotherapie
* Logopädie
* Lateraltrainer?
* Autogenes Training
* Yoga für Kinder
* Musikalische Früherziehung
* Instrument lernen
* Das Zuhören ist wichtig.
* Eine positive Einstellung zum Hören vermitteln.
* Auf die Interessen des Kindes eingehen! Denn was interessiert, wird gelernt!
* Das Kind ernst nehmen.
* Dem Kind zeigen, was es gut kann.
* Spaß an der Förderung vermitteln.
* Auf Hörermüdung und Aufmerksamkeit achten und darauf Rücksicht nehmen.
* Andere Sinne in die Spiele einbeziehen
* Reizüberflutung vermeiden
·
· Audiolog (www.audiolog.de)
· Einkaufen (mit Gegenständen, Bild- oder Wortkarten)
· Musikinstrumente
 - „Hör genau“ (Bildkarten)
-  Piatnik Mitbringspiele
- „Der Knackfrosch“ (Bildkarten): Phonologische Bewusstheit: Wörter in Silben zerlegen (z.B .mit dem Knackfrosch das abgebildete Wort in Silben zerlegen. Der Knackfrosch motiviert.)
- Verlag Lernspielkiste (www.lernspielkiste.de, Katalog kann heruntergeladen werden)
- „Ratz-Fatz“ Auditive Aufmerksamkeit
- „Von A bis Z“ Ein kniffliges Wortspiel Lautidentifikation (Verlag Lernspielkiste)
- „Immer diese Ähnlichkeit“ Lautidentifikation (Verlag Lernspielkiste)
- „Silben-Mau-Mau“ (Bild-Wortkarten) Phonologische Bewusstheit: Wörter in Silben zerlegen
- Easylearn (www.senso-x.de)


Störungen der Lautdifferenzierung
(Das Kind ist unsicher im Erkennen und Unterscheiden von Sprachlauten)

* Hörübungen zur Lautdifferenzierung, Analyse und Synthese von Wörtern, Hörtraining, Hörerziehung
* Absehbild als Unterstützung anbieten
* PMS (=Handzeichen, die Laute abbilden in Bezug zu Muskeltonus, Artikulationsstellung...)
* Diktate in Einzelarbeit oder Kleingruppe
* Schriftliche Hilfen
* Zeit zum Nachfragen haben, Zuwendung
* Artikulation                                                                                                                                                   - -Mimimalpaar-Karten (jeweils selbst gestaltet): „Kegeln“, Karten suchen
· Verschiedene Würfelspiele zur Erarbeitung / Diskriminierung / Stabilisierung bestimmter Laute
* Rhythmik, Musik bei fehlender rhythmischer Gliederung der Wörter
* Reimen üben
* Wortschatzarbeit (z.B. Lesen, Ratefix, Wortfamilien)
* Hörtaktik - Strategien zum Ausnutzen aller Möglichkeiten zum Sprachverstehen
* Deutliche Lehrersprache
* Häufiges Wiederholen
* Eventuell FM-Anlage?



Bei LRS ist das Phonembewusstsein wichtig:
- Mit welchem Laut fängt ein Wort an?
- Mit welchem Laut hört ein Wort auf?
- Hörst du ein „O“ in .........?
- Hörst du ein „T“ in ..........? usw.
- Wo ist der Laut? am Anfang, am Ende oder in der Mitte des Wortes?
- Finde Reimwörter!
- Zerlege die Wörter in die Laute!
· Magnetbuchstaben und Buchstaben aus Sandpapier
· LÜK „ABC“
· Karten aus den Spielen „Farbkarussell“, „Lottino“, „Memory“ für Übungen zum Silben-Segmentieren, zur  Lautsynthese und zur Lautanalyse
· Schritte gehen zum Silben Segmentieren („Enten-Wettlauf“)
· Reimdomino und –memory (selbst gestaltet)
· Multimedia-Version des Würzburger Programms


Störungen der auditiven Aufmerksamkeit
(Das Kind kann sich nicht dauerhaft auf wechselnde akustische Signale einstellen (z.B. Sprachangebot des Lehrers - Unterrichtsgespräch)

* Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung – Rhythmisierung des Unterrichts
* Entspannungsübungen
* Ruhephasen erlauben, Hörpausen
* Bewegungsspiele, Tanz, Rhythmik, Musik einbauen
* Hörübungen mit Geräuschen und Sprache
* Wechsel in den Arbeitsformen
* Möglichkeiten überlegen, das Kind wieder in den Kontakt zu holen (ansprechen, anfassen, Struktur des Unterrichts verdeutlichen)
* Ablenkung minimieren, wenig Störschall (andere Schüler, Lärm)
* Disziplin
* kleine Gruppe
* Raumakustik
* Schriftliche Hilfen
* Keine zu langen auditiven Phasen
* Häufige Kontrollen, ob verstanden wurde
* Blickkontakt ermöglichen
* Arbeitsanweisungen langsam und deutlich sprechen, wenn nötig in einfachen, kurzen Sätzen
* Hausaufgaben notieren



Störungen der Selektivität
(Das Kind kann selbst bei gerichteter Aufmerksamkeit die sprachlichen Informationen nicht aus komplexen Schallereignissen heraushören)

* Lärmpegel in der Klasse niedrig halten
* Disziplin
* Möglichst kleine Gruppe
* Nachfragen ermöglichen, dazu ermutigen
* Strategien anbieten
* Rituale für Ruhe und Aufmerksamkeit vereinbaren
* Zeit haben
* Ansprechpartner sein
* „Helfer/in“ bestimmen, ruhige Banknachbarn
* Sitzplatz so wählen, dass Lehrkraft und Klasse gut verstanden werden können
* Sinnverständnis häufig überprüfen/ Lernzielkontrollen
* Handlungsorientiertes Arbeiten
* Auf neuen Lernstoff hinweisen
* Zusätzliche visuelle Hilfen, wie z.B. Tafelanschrieb, Arbeitsblätter, Skizzen, OHP
* Fragestellungen deutlich machen, sicherstellen, ob verstanden, redundante Sprache
* Raumakustik verbessern
* Absehmöglichkeiten, gute Beleuchtung
* Diktate in Einzelarbeit oder Kleingruppe
* FM-Anlage?



Störungen des Lautheitsempfindens
(Das Kind empfindet laute Schallereignisse als zu laut bis schmerzhaft und/oder normal laute (Umgangssprachlautstärke als zu leise)

* Ruhige Gruppe, ruhiger Sitznachbar
* Rituale für Ruhe und Aufmerksamkeit (Freiarbeitsphasen..)
* Möglichst kleine Gruppe
* Deutliche Sprachangebote
* Nähe zum Sprecher/zur Sprecherin
* Ruhige Arbeitsmöglichkeit anbieten (andere Räume in der Schule, stille Ecke)
* Sensibilisierung für leise Sprache (Hörkassette, vorlesen)


Störungen des Richtungshörens
(Das Kind kann eine Schallquelle nicht exakt orten)

* Blickkontakt zum Sprecher
* Sitzplatz: Blick in die Klasse (Problem der erhöhten Ablenkbarkeit, abwägen!)
* Gesprächsdisziplin
* Alle Schüler/innen beim Namen aufrufen
* Sport: Mannschaftsspiele: Verständnis haben, Zeichen vereinbaren
* Hörspiele und Hörübungen mit verbundenen Augen


Störungen des dichotischen Hörens
(Das Kind kann gleichzeitig auftretende verschiedene Sprachinformationen nicht verstehen)

* Gesprächsdisziplin: Nur einer spricht!
* Deutlich machen, wer spricht! Namensnennungen, auf Person hinweisen
* Struktur in Gruppengespräche bringen
* Zentrale Fragen notieren
* Ergebnisse festhalten
* Leitgedanken notieren bzw. wiederholen
* Ruhige Banknachbarn
* Ruhige Umgebung
* Gute Raumakustik
* Kleine Gruppe förderlich
* Geringer Abstand zur Lehrerin/zum Lehrer
* Gesprächstaktik vermittteln
* FM-Anlage?



Störungen des auditiven Gedächtnisses
(Das Kind ist nur begrenzt fähig, nacheinander eintreffende akustische Informationen für eine Weiterverarbeitung zu speichern)

* Geschichten erzählen
* Jeden Tag etwas vorlesen, dabei das Interesse des Kindes berücksichtigen
* Zuhören lernen!! angenehme, interessante Hörerlebnisse vermitteln
* Gedichte, Verse, Lieder, Reime üben
* Singen
* Mit kurzen Geschichten Interesse wecken
* Komplexe Handlungsanweisungen strukturieren, aufsplitten, schriftlich geben, aber auch mündlich üben
* Sprachförderung (Redundanz, Erfahrung), Wortschatz, Grammatik
* Wiederholungen in Variationen
* Erlebnistagebuch zum Erzählen als Sprachanreiz, Verknüpfung mit Erlebtem, zuerst nur wenig Schrift, dann ausweiten
* KIM-Spiele
* Struktur verdeutlichen! besprechen, was getan wird
* Rituale einüben und einhalten
* Üben kurzer Sequenzen! 2 mal pro Tag 3 Minuten in spielerischer Form reichen aus
* Hilfen im motorischen und visuellen Bereich als Kompensation geben! z.B. bei Spiel „Kofferpacken“, auch bildliche Vorstellung bei visueller Stärke hilfreich, außerdem Kompensation durch Redundanz, also Wiederholung
* Halbschriftliches Kopfrechnen erlauben
* Kopfrechenaufgaben schriftlich geben
* Wenn möglich Diktate alleine oder in der Kleingruppe
* Bei Nacherzählungen Stichwörter und Bilder als Hilfen
* Schriftliche Vorlagen für Verse, Lieder, Reime
* Hausaufgaben schriftlich geben und aufschreiben lassen


Störungen der phonologischen Bewusstheit

Hören, Lauschen, Lernen 1 (Küspert, Schneider, 2006),

Hören, Lauschen, Lernen 2 (Plume, Schneider, 2006),

Hören, Sehen, Verstehen (Groschwald, Karle, Rosenkötter, 2006)